MAGIX
Ja, ja, unser Reix...
Hallo, mein Name ist Mogli. Im September diesen Jahres werde ich fünf Jahre alt. Von den fünf Jahren habe ich 3 ½ Jahre im Tierheim verbracht. Ich glaube das lag daran, dass die Besucher mich wahrscheinlich nicht wahrgenommen haben. Ich fand Menschen nämlich nicht so toll... und habe mich lieber versteckt wenn jemand kam. Gezeigt habe ich mich dann doch irgendwann, vor allem wenn es Leckerchen gab, aber wenn mir jemand zu nahe kam oder mich im schlimmsten Fall anfassen wollte, war ich sofort weg! Nach langer Zeit im Tierheim kam dann doch jemand, der mich trotz meiner Art und Weise gut leiden konnte... vielleicht lag das an meinem guten Aussehen :) Dieser „Jemand“ kam dann auch öfter zu Besuch. Im Mai 2015 durfte ich dann ausziehen! Ich musste in einer Box ein paar Minuten Auto fahren und wurde durch die Gegend getragen. Dann kam ich in eine Wohnung, wo alles anders roch und aussah, was ich erst doof fand. Ich war ja schließlich seit Baby an im Tierheim gewesen. Nun ja,.. als ich dann aus der Box raus konnte, stand da schon etwas leckeres zu Essen, ein paar Leckerchen und etwas zu Trinken. Das war mir aber erstmal egal, denn ich war so neugierig und aufgeregt, dass ich erst die Wohnung erkundet habe. Mein neues „Frauchen“ habe ich dann auch wiedererkannt! Sie war der „Jemand“ der mich im Tierheim besucht hat. Ich habe mir in aller Ruhe mein neues zu Hause angeschaut, dann war ich erstmal platt und habe mich hinter einer Tür, wo eine kuschelige Decke ganz in der Nähe von Futter, Leckerchen und Wasser lag, schlafen gelegt. Als ich wieder fit war, ging die Wohnungserkundung weiter. Anfangs war alles neu für mich. Ich kannte keinen Fernseher, keine Kerzen, weder heiße Herdplatten, bei ungewohnten Geräuschen habe ich mich versteckt und alles aus der Ferne beobachtet. Aber schon nach ein paar Tagen habe ich mich an alles gut gewöhnt! Vor allem hat mir der Platz auf der Couch gut gefallen. Dann nahm alles seinen Lauf. Ich fand Menschen immer weniger doof. Ich habe mich immer und immer mehr an die Nähe des Menschen gewöhnt und bin mittlerweile eine richtige Schmusekatze geworden. Wenn mein Frauchen auf der Couch liegt nutze ich sofort die Chance, lege mich dazu und fordere meine Streicheleinheiten :) Wenn Besuch kommt, bleibe ich die ersten Minuten hinter der Couch, doch dann wird mir das zu langweilig und ich gehe doch gucken werd da so alles gekommen ist und setze mich einfach dazu. Ich bin nicht mehr die scheue Katze aus dem Tieheim! Mit viel Liebe, Vertrauen und vor allem Geduld habe ich mein Frauchen lieben gelernt und liebe jetzt sogar die Streicheleinheiten. Vielleicht gibt jemand von euch meinen alten Katzenkumpels auch die Chance die Menschen besser kennen zu lernen! Liebe Grüße Eure Mogli
Unsere Maskottchen, die Hängebauchschweine Wer sagt, dass Maskottchen niedlich sein müssen? Wir sind echte Glücksschweine vom Tierschutzverein. Vor ca. 7 Jahren wurden wir einfach ausgesetzt, 2 Sauen waren tragend. Der Besitzer war nicht mehr zu  ermitteln. Entweder dachte er, wir seien Mini-Pigs, oder er bekam einen Schreck wegen der bevorstehenden Ferkel. Der Tierschutzverein fackelte nicht lange, nahm uns auf und vermittelte einige unser Ferkelchen in gute Hände. Nach den ganzen Jahren sind wir nur noch zu viert. Ich bin jetzt schon 14  und meine 3 Sprösslinge sind 6 Jahre alt,  und wir sind mittlerweile die Maskottchen. Für  einen leckeren Snack, z. B. Brötchen, lassen wir uns auch anschauen. Falls wir einen lieben Tierfreund treffen, der uns adoptieren möchte, würden wir es auch noch auf uns nehmen und umziehen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass wir artgerecht gehalten werden können, z.B. jede Menge Platz ist nötig, denn wir sind grosse Hängebauchschweine. Aber auch über Besucher freuen wir uns, die nach Hunden und Katzen gucken und bei uns vorbeischauen.
Tierschutzverein Meinerzhagen / Kierspe e.V.
Einstein – eine Geschichte mit Happy-End „Hier ist ein freilaufender Hund, hier an der Talsperre, wir können ihn nicht einfangen!“, so hieß es am Telefon, „er sieht sehr verwahrlost aus.“ Ok, natürlich kümmern wir uns und ich fahre hin. Zwischenzeitlich bekommen wir eine Aufnahme des Hundes über Handy zugeschickt. Ich schaue mir den Film an und dann noch einmal.... Ich kann es nicht glauben. Das soll ein Hund sein? Das Tier sieht komisch aus und es läuft auch seltsam, eher wie ein Marder.   Am Fundort angekommen, sehe ich von weitem etwas auf dem Weg liegen. Da ist er wohl, ob er Hunger hat? Ich habe Katzendosenfutter mit, das mögen die meisten Hunde sehr gerne. Vorsichtig nähere ich mich dem Kleinen, aber er schläft, er sieht und hört mich gar nicht. Wie auch? Wo um Himmelswillen ist vorne und wo ist hinten? Dann hob der Kleine verschreckt den Kopf und rennt humpelnd ein Stück voraus. Ich rede weiter mit ihm und zeige ihm das Futter. Seine Nase ist das einzige, was ich wirklich erkennen kann, sie funktioniert! Langsam kommt er zu mir, anfassen darf ich ihn nicht. Klar, er kennt mich ja nicht. Aber schmecken tut es ihm. Ich mache eine Schlinge aus der Hundeleine und lege sie auf den Boden. Futter rein, und warten. Er kommt und frisst, beim dritten Versuch kann ich ihn in der Schlinge sichern. Er hat furchtbare Angst, zieht und hüpft an der Leine. Armes Kerlchen, er tut mir so Leid. Schnell hat er sich beruhigt, und geht mit mir zum Auto. Nun muss er da rein, aber beisst er beim hochheben oder beisst er nicht? Nützt ja alles nichts er muss da rein. Ich hebe ihn hoch, er ist federleicht, Ich habe noch nie so etwas auf dem Arm gehabt! Er fühlt sich an wie ein Kopfkissen, weich und fluffig. Und er stinkt!!!! So, im Auto ist er, ab geht’s in die Auffangstation. Er liegt ganz brav im Käfig und schläft. Wo kommt der bloß her? Man überlegt sich ja immer eine Möglichkeit, wie das Tier an seinen Fundort kommt. Weit gelaufen ist der oder die Kleine nicht. An der Auffangstation angekommen, wird der Kleine ausgeladen. Er geht brav an der Leine. Jetzt erst mal nachschauen, ob er geschippt ist. Ich finde keinen Mikrochip, hätte ich mir auch denken können. Oder ich finde ihn nicht, weil der Filz so dick ist. Ich bringe ihn erst einmal in ein „Notlager“ Weit weg von den anderen Hunden, man weiß ja nicht, wie viele Untermieter er hat. Wobei in diesen Filzplatten sicher kein Floh Luft bekommt. Dann mach ich einen Termin beim Tierarzt, die Wolle muss runter. Für übermorgen habe ich einen Termin. Jetzt bekommt der Kleine erst einmal ein Schlaflager. Ich gehe mit ihm eine kleine Pinkel-Runde. Jetzt frag ich mich allen ernstes, wie und ob sich der Kleine überhaupt mit diesem Filz normal lösen kann? Ich kann immer noch nicht erkennen, welches Geschlecht er hat. Da muss ja alles im Fell kleben! Und dann könnte er ja schon Madenbefall haben… Oje! Entwarnung, es klappt alles so wie es soll. Am übernächsten Tag geht es zu Tierarzt, ich habe alle in der Praxis vorgewarnt: er sieht schlimm aus! Ich habe noch eine Schermaschine mitgenommen, wenn die anderen zu heiß werden sollten. In der Tierarztpraxis angekommen, stell ich den Kleinen vor. Alle sind empört! Mit recht! „Den müssen wir schlafen legen, so können wir ihn nicht von dem Pelz befreien“. Alle Vorbereitungen werden getroffen. Nun muss er nur noch die Spritze bekommen. Aber wie und wo? Man kann keine Haut fühlen, überhaupt nicht erkennen, wo sein Körper ist. Wir müssen ein Loch in den Filz schneiden um irgendetwas zu erkennen. Es sieht aus als hätte der Hund ein Fenster. Man kann es auf und zu machen. Alles aus Filz!! Der Kleine bekommt seine Spritze und schläft bald. Dann geht es los, wo fangen wir an? An der Schulter legen wir los. Zu dritt versuchen wir, einen Anfang zu machen. Die Schermaschine kommt nur mühsam durch die dicke Filzplatte. Wir konnten nur die kleinen Schermaschinen benutzen, der Hund ist noch viel kleiner, als ich dachte. Und er ist sehr mager, da hat man große Sorge, dass er beim scheren verletzt wird. Wir haben zu zweit fast drei Stunden gebraucht, um ihn frei zu schneiden. Er musste zweimal Narkose nach bekommen.        Der Kleine hat sechs Ohren... Es war nicht einfach die zwei richtigen Ohren zu finden. Die dicken Filzplatten baumelten wie echte Ohren am Kopf. Er hatte zehn Beine, der Filz wuchs an den Beinen vorbei, so das man meint es, sei ein Bein oder auch zwei, oder ein Bieberschwanz! Während des Scherens haben wir nur geschimpft. Wie kann man nur… Die Pfoten und seine kleine furchtbar dünne Rute sind eine Herausforderung. Die Haare mussten fast einzeln abgeschoren werden. Seine Krallen waren natürlich auch zu lang, aber da habe ich leider schon schlimmere gesehen. Die Ohren waren wieder erwartend sehr sauber, die Zähne waren eine Katastrophe: dick mit Zahnstein belegt, faul und vereitert. Die meisten mussten raus. Sicher war jetzt, es ist ein Junge! Unkastriert. Kastrieren wollten wir ihn jetzt nicht auch noch, drei Stunden schlafen reichen! Ein richtig schöner Yorkshire Terrier lag nun auf dem Tisch. Er ist nun grundsaniert und gechipt. Zuhause im Tierheim wird er noch mit Flohshampoo gebadet und dann ist er richtig fein. Nach kurzer Zeit ist er schon wieder auf den Beinen. Und wir können wieder fahren. Wie konnte es soweit kommen, dass ein Hund so aussehen kann!!! Unglaublich! Susanne hat ihn Einstein genannt. Einstein hat ein ganz neues Lebensgefühl bekommen. Er merkt den Wind, leider auch den Regen auf seinem Körper. Das Streicheln ist viel intensiver. Er kann sein Beinchen beim pinkeln höher heben, weil der Filz die Beine nicht zusammen schnürt. Er kann richtig rennen, nichts hält seine Beine davon ab, sie richtig zu strecken. Man stelle sich vor: Es juckt, Sie wollen sich kratzen, aber Sie können es nicht. Durch diesen dicken Filz kommt nichts, keine Kralle kann Abhilfe schaffen. Armer armer kleiner Hund! Nun ist alles gut! Ein neues Leben beginnt. Der fröhliche Einstein rennt mit den anderen kleinen und großen Hunden über den Hof. Er hat richtig Spaß in den Backen. Jetzt braucht er nur noch ein Zuhause.... Aber da machen wir uns keine Sorgen, er ist ein sehr lieber kleiner Hund. Aus Mitleid muss ihn keiner adoptieren, die Vergangenheit kann keiner mehr ändern. Die Zukunft wird toll sein für Klein-Einstein! Ein Ehepaar mit einem großen Altdeutschen Schäferhund besucht uns. Sie suchen einen kleinen Hund, ihr kleiner Pinscher ist leider gestorben. Wir bitten die Interessenten, mit ihren Hund auf den Hof zu kommen. Unser Dackel findet den Schäferhund doof, und geht. Einstein sieht diesen großen Kerl und springt ihn gleich an. Er ist völlig aus dem Häuschen. Wenn das nicht liebe auf den ersten Blick ist! Einstein weiß nicht, wohin mit seiner Freude. Lange sitzen wir noch auf dem Hof und unterhalten uns. Einstein ist immer bei seinem neuen Freund. Wir geben Einstein heute schon zur Probe mit. Die beiden Hunde haben sich gesucht und gefunden. Es klappt alles wunderbar in seinem neuen Zuhause! Nach zwei Wochen machen wir einen Vertrag, die Hunde sind natürlich dabei! Unser Einstein sieht toll aus! Das Fell ist schön nachgewachsen, er hat zugenommen. Er läuft schon ohne Leine beim Gassi gehen. Er teilt sich den Garten noch mit Gänsen, denen er gerne in den Schwanz beisst und anderem Getier. Er hat es gut getroffen, unser kleiner Einstein. Jetzt kann er sein Terrierleben in vollen Zügen genießen. Alles Schlimme ist vergessen!  
Die kleinen Meckis Ein stacheliger Gast im Garten Geschichte aus dem Sommer Ende des Sommers sieht man die stacheligen Gesellen wieder vermehrt in unseren Gärten. Leider aber auch auf den Straßen! Bei jedem Igel, der tot auf der Straße liegt, muss ich daran denken, dass jetzt vielleicht einige Igelbabys hungrig auf ihre Mama warten. Vor 2 Wochen bekam ich einen Anruf von einer besorgten Frau, die auf der Straße ihres Hauses einen toten Igel fand. Sie wußte, dass in ihrem Garten eine Igelfamilie wohnt und schaute direkt nach ihnen. Es waren nur die Kleinen im Nest, von der Mutter fehlte jede Spur! Nun kann es viele Gründe haben, dass die Igelmama nicht im Nest war, aber die Frau war in großer Sorge. Der Igelvater kümmert sich nicht um seinen Nachwuchs! Nach der Paarung macht er sich schon aus Staub. 35 Tage nach der Begattung kommen die kleinen Igel zur Welt. Die Zahl der Jungen liegt im Durchschnitt bei 5, gelegentlich werden auch 2-10 Babys geboren. Wenn der Igelmutter etwas zustößt, müssen die kleinen Igel, wenn sie noch keine acht Wochen alt sind, sterben. Denn erst mit acht Wochen sind sie selbständig und verlassen mit einem Körpergewicht von 200 bis 250 g das Revier der Mutter. Die besorgte Frau stellte erst einmal etwas Katzendosenfutter vor das Igelnest, um zu sehen ob die Mutter es frißt. Der Teller war am nächsten Morgen leer! War die Mutter doch nicht tot? Schön wär’s! Oder hat Nachbars Katze den Teller leer gefressen? Der Teller wurde ins Nest gestellt - wieder mit Katzenfutter! Nichts geschah, das Tellerchen war am nächsten morgen noch voll Futter. Im Igelnest war es schon kalt, die Igelchen auch! Wenn die Igel unterkühlt sind, werden sie nichts fressen. Also wurden die Igelchen aus dem Nest geholt und auf eine Wärmflasche gelegt. Dann hab ich sie abgeholt. Nach einiger Zeit wurden sie lebhaft auf der Wärmflasche und tranken etwas Katzenaufzuchtmilch aus dem Fläschchen. Kuhmilch ist zu fett, davon bekommen sie Durchfall und sterben nach kurzer Zeit. Es waren acht kleine Meckis! Ich fuhr mit der Meckibagage erst einmal zu unserer Tierärztin, zwecks Entflohung! Igel sind so gut wie nie alleine unterwegs! Zecken, Fliegenmaden, Flöhe und Milben sind meist dabei! Aber auch entwurmt sollten sie werden! Gegen Lungenwürmer, dessen Zwischenwirte vor allem die Schnecken sind! Darmwürmer sind auch vertreten. Die gesunden, starken Igel werden damit recht gut fertig, aber die kleinen und kranken haben sehr darunter zu leiden. So mancher Igel hustet wie ein Kettenraucher, dabei sind es die Lungenwürmer die ihm zu schaffen machen! Aber wer will schon einen Igel bei sich beherbergen, der voller Parasiten ist? Keiner - also ab zum Tierarzt! Nach der „Entseuchung“ fuhren die kleinen mit mir nach Hause Meine Heizdecke mußte her, die Kleinen müssen es kuschelig haben! Aber bitte nur auf Stufe 1! Sonst wird’s zu heiß! In einem Karton, wohlig langgestreckt lagen die acht auf der Heizdecke und schlummerten. Die Milch wurde angerührt und die nächste Mahlzeit stand an. Es klappte wunderbar! Sie tranken gierig die warme Milch! Nun war Wiegen angesagt! Der kleinste wog 85g, die anderen zwischen 95g und 103g. Sie waren zirka drei Wochen alt. Hatten die Augen sicher noch nicht lange auf. Igel öffnen ihre Augen nach 14 bis 18 Tagen. Bei der Geburt sind Augen und Ohren noch geschlossen. Aber bereits wenige Tage nach der Geburt können sie schon hören. Die meisten Igelbabys kommen im Juli zur Welt, kommen im August noch welche auf die Welt, dann ist meist der erste Wurf verstorben. Igel haben 5000-7000 Stacheln! Bei der Geburt etwa 100. Ab der 3. Lebenswoche verlassen sie für kleine Ausflüge mit der Mutter das Nest. Sie tippeln im Gänsemarsch hinter der Mama her und versuchen schon etwas Fressbares zu finden. Trotzdem werden sie noch von der Mutter bis zur sechsten Woche regelmäßig gesäugt. Meine Meckis lagen eigentlich nur der Länge lang ausgestreckt auf der warmen Heizdecke und schliefen. Alle 4 Stunden mußte ich sie zum füttern wecken, sie rollten sich sofort ein, die Stacheln auf Abwehr gestellt und mit lautem Gefauche wachten sie auf. Hielt ich ihnen das Fläschchen vor die Nase, streckten sie ihr Näschen hervor und suchten gierig den Schnuller der Flasche. Sie saugten sich fest und ließen es sich schmecken. Sie nahmen gut zu. Mittlerweile brauchen sie kein Fläschchen mehr. Sie fressen 1 Dose Katzenfutter, 2 Esslöffel Aufzugsmilchpulver mit Wasser vermischt. Dieses in den Mixer und fertig ist der Futterbrei. Als Getränk gibt es frisches Wasser, das stets verfügbar sein sollte. Verwöhnt werden sie mit Rinderhack, Rührei in etwas Öl gegahrt, alles natürlich ungewürzt. Und zu solch einem fünf Sterne Menü gehören auch noch leckere Mehlwürmer. Mit Rührei, Rinderhackfleisch, Mehlwürmern und Katzenfutter kann man natürlich auch den erwachsenen Igel beglücken. Gerade zum Winter hin muß der Igel viel fressen um mindestens 700g zu wiegen! Wiegt er darunter, wird er zu früh aus dem Winterschlaf kommen, weil er Hunger hat. Liegt aber noch Schnee, findet er nichts zu fressen und schläft wieder ein. Immer wieder wird er wach und findet nichts. Irgendwann ist er so ausgehungert, das er überhaupt nicht mehr wach wird. Wenn ich die Igel in den Winterschlaf gehen lasse und sie wiegen ca. 500g, dann steht immer Katzentrockenfutter und Wasser für sie parat. Waren sie nachts wach und hungrig, sehe ich es am Futter. Ich mache den Napf immer gestrichen voll, somit kann ich genau sehen ob sie Hunger hatten. Sie fressen sich satt und schlafen einfach weiter. Im Schnitt wiegen Igel zwischen 800-1300g, es gibt auch Igel die bringen ein Gewicht von 1,5kg auf die Wage! Wenn sie für etwas Unordnung im Garten sorgen, so dass Schnecken, Regenwürmer, Spinnen, Käfer, Käferlarven und ähnliches Getier bei ihnen wohnt, ist der Igel gut versorgt. Igel fressen sogar junge Mäuse oder aus dem Nest gefallene Vögel! An vegetarische Kost macht er sich nur ausnahmsweise heran.